Stellen Sie sich Barcelona Ende Juni 1926 vor. Eine Stadt, die bereits damals nach Zukunft roch, aber immer noch den Duft von altem Stein und Meersalz bewahrte. An diesem Tag, dem 7. Juni, ereignete sich ein Ereignis, das das Schicksal eines der berühmtesten Gebäude der Welt für immer veränderte und das Leben eines Mannes forderte, dessen Name zum Synonym für Genie und Wahnsinn wurde. Antoni Gaudí, der große Sonderling, der Architekt, der nicht nach Plänen, sondern nach Intuition und Glauben baute, starb unter den Rädern einer Straßenbahn. Genau 100 Jahre später, im Jahr 2026, erinnert sich die Welt an ihn nicht nur als Opfer eines Zufalls, sondern als Symbol des ewigen Bauens – ein Phänomen, das die gesamte Menschheitsgeschichte durchdringt. Warum erinnern wir uns heute an ihn? Weil in diesem Jahr endlich der Turm Jesu Christi in der Sagrada Família fertiggestellt wurde und die Kathedrale die höchste der Welt wurde. Dies ist nicht nur ein Datum – es ist der Höhepunkt eines hundertjährigen Weges, der mit einer Tragödie begann und mit einem Triumph endete.